Karl C. Mayer, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Psychoanalyse

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In dieser Zusammenfassung soll es wegen der größeren Bedeutung nur um  ischämische Insulte, thrombotische Insulte und  Hirnembolien gehen

Ein Schlaganfall kann sich wie folgt bemerkbar machen:

  • Lähmungen, eine Körperseite oder ein Arm oder Bein ist plötzlich gelähmt, man kann zum Beispiel einen Löffel nicht mehr festhalten. Häufig hängt ein Mundwinkel herunter. 
  • Sehstörungen besonders auf einem Auge und/ oder Doppelbilder oder Hemianopsie(siehe unten)
  • Sprachstörungen (siehe unten)
  • Gefühlsstörungen, eine Körperseite fühlt sich taub an (siehe unten)
  • Dreh- Schwindel, das Gleichgewicht ist gestört, der Betroffene kann nicht mehr sitzen oder stehen. 
  • plötzliche heftige Kopfschmerzen (bei Blutungen)
  • Bewußtseinsstörungen
  • Nicht alle diese Begleiterscheinungen des Schlaganfalles treten bei jedem Patienten auf. Entscheidend sind auch hier die Art und der Schweregrad der Ausfälle und die Bedeutung der betroffenen Stelle im Gehirn. Leichte Schlaganfälle hinterlassen häufig kaum merkbare Behinderungen, die der Betroffene, besonders in jüngeren Jahren, bis zur fast völligen Wiederherstellung ausgleichen kann.

 Was man tun muß:

  1. Sofort den Notarzt rufen oder einen Notruf veranlassen !
  2. Fenster öffnen, beengte Kleidungsstücke lockern !
  3. Betroffenen in die stabile Seitenlage bringen !
  4. Auf keinen Fall den Betroffenen etwas essen oder trinken lassen. Bei Schluckbeschwerden droht Ersticken!
  5. Vorhandene Zahnprothesen entfernen !
  6. Puls- und Herzschlag kontrollieren !
  7. Atemwege freihalten !
  8. Für Ruhe des Betroffenen sorgen ! (Quelle: Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, Gütersloh)

 

Alters- Struktur der stationären Behandlung zerebrovaskulärer Erkrankungen 1995
Alter

Anzahl

unter 25

2 269

25-34

4 082

35-44

9 422

45-54

23 181

55-64

58 010

65-74

109 687

über 74

190 897

Quelle: StBA, Krankenhausstatistik. Zitat nach Gesundheitsbericht für Deutschland. Krankenhausfälle schließen Sterbefälle ein, Stundenfälle jedoch nicht.

 

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