Karl C. Mayer, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Psychoanalyse

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Bilder aus www.neuropat.dote.hu/pangio.htm Ungarn

Subakuter Infarkt im Carotis interna StomgebietAlter Infarkt im Mediagebiet, Alter Infarkt im Anteriorgebiet,Alter Infarkt im StriatumAlter Infarkt im Internagebiet, Alter Infarct im Posteriorgebiet, alter Infarkt im CerebellumCerebellarer Infarkt Pons Infarkt, Wallenberg Syndrome Lacunäre Infarkte

Blutungen Subinsuläre Subinsuläre Frontale Parietale, Thalamus Thalamus Thalamus , CT  Primäre Hirnstamm Primaräre Pons   Primäre Hirnstamm Cerebellar Bilateral Bilateral II., Subarachnoidal ACoA Aneurysma, Subdurales Hämatom und seine Konsequenzen

Gefäße Altersveränderungen Defekt der Elastika  interna Takayasu's arteritis Dissezierendes Aneurysma Hirnstamm Hämangiom Hypoplasie und Ectasie der Basilaris Foix-Alajouanine's Syndrom 

Gefäßmißbildungen Vertebralis Aneurysma, Parietooccipitales Hämangiom, Hirnstamm Hämangiom,

 

Schlaganfall Syndrome  Anatomie  und Symptome  nach Gefäßgebiet   www.neuro.wustl.edu/stroke/syndromes/syndrome-vessels_1.html

Nach Syndromname, www.neuro.wustl.edu/stroke/syndromes/syndrome-names_1.html 

 

Paresen

Parese = Lähmung, Plegie = komplette Lähmung. Für die Beurteilung der hier erhobenen Befunde ist eine exakte Kenntnis der physiologischen Muskelinnervationsverhältnisse (zentral, peripher und segmental) unerläßliche Voraussetzung. Bei zentralen Lähmungen ist die Feinmotorik (besonders wenn der Schaden im Großhirn liegt, weniger bei Hirnstammschädigung) stark beeinträchtigt, es resultieren Massenbewegungen, es tritt keine Atrophie der Muskeln auf, der Muskeltonus ist spastisch erhöht (dabei erhält die Tonuserhöhung den betroffenen Gliedmaßen ihre Stütz- und Haltefunktion), die Muskeleigenreflexe in den betroffenen Muskeln sind gesteigert, es treten Kloni und pathologische Reflexe auf. Tonuserhöhung und Reflexsteigerungen entwickeln sich erst in den ersten Wochen der Schädigung. Die elektrische Erregbarkeit der Muskel über die zugehörigen Nerven bleibt intakt. Das EMG unauffällig. Die Spastik bewirkt auch das typische als Zirkumduktion bezeichnete Gangbild. Durch Erhöhung des Extensorentonus entsteht eine Spitzfußstellung, das Bein wird gleichsam zu lang. Der Kranke führt das Bein in einem nach auswärts gerichteten Bogen nach vorne. wpe8E.jpg (2906 Byte)Im Unterschied dazu wird bei einer peripheren Lähmung der Fußheber (Peronäuslähmung) die Lähmung durch Anheben des Fußes ausgeglichen. Die Kraftprüfung ist zum Nachweis und zur Lokalisation einer Schwäche sowie zu ihrer Quantifizierung für spätere Vergleichszwecke wichtig. Der Patient führt den Arm- und Beinhalte-Versuch aus, der Untersucher achtet auf Tremor oder andere unwillkürliche Bewegungen sowie auf Lähmungserscheinungen - eine paretische Extremität sinkt schneller ab als eine mit intakter Innervation. Die Kraft einzelner Muskelgruppen prüft man gegen Widerstand. Bei der Beurteilung ist zu berücksichtigen, daß Schmerzen im betroffenen Muskel oder Gelenk aktive Kontraktionen herabsetzen oder unmöglich machen können.

 

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