Panarteriitis nodosa

(wörtlich Entzündung aller Gefäße mit Knotenbildung). Entzündung der kleinen und mittelgroßen Gefäße, die dann Aussackungen der Gefäße (=Aneurysmen) bilden, die als Knötchen auch in der Haut tastbar sein können. Betrifft überwiegend Männer, ab 40, Prävalenz 6,3/100 000 Einwohner, besonders häufig nach Hepatitisinfektion. Führt zu starkem Krankheitsgefühl, Muskelschmerzen, Hodenschmerzen, als Folge der Durchblutungsstörungen der Organd kommt es zu Darmkloliken, Erbrechen, Durchfall, Darmblutungen, Gelenkentzündungen, Herzinfarkten, Angina pectoris, Herzrhythmusstörungen, Kardiomyopathie, Gewichtsverlust, Livedo reticularis (Hautveränderung), Muskelschmerzen, Erhöhung des diastolischen Blutdrucks, Niereninsuffizienz. Neurologisch: Synkopen, Schlaganfällen, und einer Mononeuritis multiplex seltener auch zu distal symmetischen Polyneuropathie.

Diagnosesicherung über Angiographie, Biopsie der betroffenen Gefäße, EMG, im Labor Entzündungszeichen mit CRP und BKS- Erhöhung, Leukozytose, Eosinophilie, pos. Rheumafaktoren, zirkulierenden Immunkomplexen, Kryoglobulinen, pos. Hepatitisserologie, c-ANCA selten, Komplementverbrauch.

Therapie: Prednisolon, unterstützt durch Cyclophosphamid oder Azathioprin, manchmal Plasmapherese.

 

Dr. Johannes Werle

Dr. med Johannes Werle

Redakteur