Bulimie

Für die Bulimie gelten folgende Diagnosekriterien: Wiederholte Episoden von »Fressanfällen«, d.h. unkontrolliertes Verschlingen großer Nahrungsmengen in einer bestimmten Zeitspanne; mindestens zwei Fressattacken pro Monat während der letzten drei Monate. Während der Anfälle kann das Essverhalten nicht unter Kontrolle gehalten werden. Um eine Gewichtszunahme zu verhindern, wird versucht, die exzessive Kalorienaufnahme wieder auszugleichen durch Maßnahmen wie selbst induziertes Erbrechen, Abführmittelmissbrauch, strenge Diäten, Fastenkuren, Sport. Übertriebene Beschäftigung mit Figur, Körpergewicht und Essen. Die Patientinnen halten sich selbst in aller Regel für zu dick, auch bei normalem Körpergewicht oder Untergewicht.

 

Dr. Johannes Werle

Dr. med Johannes Werle

Redakteur